Warum steht diese Anlage in der Liste?
Sieben Kriterien. Die ersten beiden entscheiden, die anderen sortieren.
1
Zuschlag der BundesnetzagenturAlle 1.576
Der Betrieb hat in einem der vier Gebotstermine (10/2024, 04/2025, 10/2025, 04/2026) einen Zuschlag bekommen.
Warum wir das nehmen: Ein Zuschlag heißt 10 Jahre Anschlussförderung. Der Betrieb hat sich entschieden weiterzumachen und hat Planungssicherheit. Wer keinen Zuschlag hat, weiß nicht, ob er in zwei Jahren noch läuft — der kauft nichts.
Quelle: BNetzA-Zuschlagslisten ↗
2
Ausbau-Bedarf329 Betriebe · 342 MW
Gebotsmenge minus heute installierte Leistung. Positiv = der Betrieb muss Motorleistung zubauen.
Warum das unser bestes Kriterium ist: Die BNetzA sagt wörtlich, die Gebotsmenge sei die zu installierende Leistung — nicht die vorhandene. Wer 2.787 kW bietet und 637 kW hat, muss 2.150 kW kaufen. Median über alle: 770 kW. Das ist eine Investition im hohen sechsstelligen Bereich, die Bank ist im Gespräch, das Budget steht. Genau dann entscheidet sich, wie die Anlage die nächsten 10 Jahre gefahren wird.
Quelle: BNetzA Ausschreibungsverfahren ↗
3
Motor-Baujahr799 alt (≤2014) · 97 frisch (ab 2023)
Inbetriebnahme der jüngsten Einheit laut Marktstammdatenregister.
Warum beide Enden interessant sind: Alte Motoren plus Ausbaupflicht = die Investition steht ohnehin an, wir kommen zum richtigen Zeitpunkt. Frische Motoren (ab 2023) = der Betrieb hat gerade investiert, aus der Hardware ist alles rausgeholt — der nächste Hebel ist der Fahrplan. ⛔ Vorsicht: Das MaStR führt einen Motortausch oft nicht nach. Am Telefon fragen, nicht behaupten.
Quelle: MaStR-Inbetriebnahmedaten
4
Entfernung ab Bünde269 innerhalb 150 km
Echte Straßen-Entfernung und Fahrzeit ab Werfener Heide 14, nicht Luftlinie.
Warum das zählt: Ein Vor-Ort-Termin muss an einem Tag machbar sein. Unter 150 km ist das eine Selbstverständlichkeit, darüber wird es eine Reise. Für den ersten Health-Check ist Nähe ein echtes Argument.
Quelle: OSRM / OpenStreetMap
5
Überbauung339 bereits ≥2× · 816 mit Flexprämie
Installierte Leistung geteilt durch Bemessungsleistung — heute und nach dem geplanten Ausbau.
Warum das der Hebel ist: Gleiche Gasmenge, doppelter Motor = dieselbe Energie in der halben Zeit, nämlich wenn Strom teuer ist. Die Flexprämie fördert genau das. Aber: Überbauung ohne guten Fahrplan verpufft — die Motoren stehen teuer herum, statt die Spitzen zu nehmen. Da setzen wir an.
Quelle: Flex-Optimizer ↗
6
Nur Biogas-BHKW — kein Holz33 aussortiert
Anlagen mit Dampfmotor, ORC oder Kondensationsmaschine sind Holz-/Festbrennstoff-Anlagen und wurden entfernt.
Warum: Ein Holzheizkraftwerk hat keinen Fermenter, kein Substrat, keine Gülle — unsere Werkzeuge greifen dort nicht. Nur Verbrennungsmotor und Gasturbine bleiben: das sind Gasmotoren, also Biogas.
Quelle: MaStR-Technologiecodes
7
Der Score (0–6)45 Betriebe mit voller Zielgruppe
Ausbau ≥1,5 MW = 3 Punkte, ≥750 kW = 2, ≥200 kW = 1 · Motor ≤2012 = 2, ≤2014 = 1 · ≤150 km = 1.
Was er ist und was nicht: Eine Sortierhilfe, damit oben steht, wer am ehesten investieren muss und erreichbar ist. Kein Urteil über den Betrieb. Ein 6er ist kein sicherer Abschluss, ein 2er kein Ausschluss.
Quelle: eigene Berechnung
Welchen Typ hast du vor dir?
Vier Situationen, vier Argumente. Die Platzhalter in {geschweiften Klammern} stehen als
echte Zahlen auf dem Dashboard des Betriebs — dort ablesen, nicht schätzen.
muss zubauen329 Betriebe
Gebot deutlich über installiert. Er hat sich verpflichtet, Motoren zu kaufen.
„Sie haben zum Gebotstermin {Termin} {Gebot} kW bezuschlagt bekommen — bei heute {Installiert} kW. Das heißt rund {Zubau} kW zubauen. Wenn schon neue Motoren, dann sollen sie in den teuren Stunden laufen. Wir zeigen Ihnen kostenlos, wo bei Ihnen Erlös liegen bleibt — unser Ticket ist ein Bruchteil der Motor-Investition.“
frisch investiert97 Betriebe
Motor ab 2023. Die Hardware ist neu, das Geld ist ausgegeben.
„Sie haben gerade in einen Motor von {Baujahr} investiert. Aus der Anlage ist damit hardwareseitig alles rausgeholt — der nächste Hebel ist der Fahrplan. Läuft Ihr BHKW nach Börsenpreis oder nach Uhr? Der erste Health-Check ist kostenlos.“
schon überbaut339 Betriebe
Ist-Überbauung ≥2×. Er hat flexibilisiert, oft mit Flexprämie.
„Sie fahren rund {Flex}-fach überbaut. Die Motoren sind da — die Frage ist, ob sie die teuren Stunden auch treffen. Wir rechnen Ihnen den optimalen Fahrplan gegen Ihre echten Daten. Kostenlos zum Einstieg.“
kein Ausbau, alter MotorRest
Gebot ≈ installiert, Motor älter. Kein Investitionsdruck aus dem Zuschlag.
Nicht mit Zubau kommen — er baut nichts. Stattdessen Betrieb: „Zehn Jahre Vergütung sind Ihnen sicher. Die Frage ist, womit Sie sie fahren — Wirkungsgrad, Rührwerks-Eigenstrom, Substratkosten. Der erste Health-Check ist kostenlos.“
Einwände — und was trägt
Sechs Sätze, die am Telefon wirklich kommen.
„Woher haben Sie meine Daten?“
Alles öffentlich und mit einem Satz erklärbar: „Ihre Zuschlagsliste steht auf der Seite der Bundesnetzagentur, Ihre Anlagendaten im Marktstammdatenregister. Beides ist öffentliches Register. Verknüpft haben wir es über Ihre EEG-Registernummer — die steht in der Zuschlagsliste selbst.“ Kein Datenkauf, keine Tricks. Nicht ausweichen — das Argument ist gut.
„Der Motor ist doch neu, Ihre Daten stimmen nicht.“
Sofort zugeben und danken. „Danke — das MaStR führt Motortausche oft nicht nach, deshalb frage ich. Wann haben Sie getauscht?“ Dann ins Korrekturfeld im Dashboard eintragen. Der Einwand ist ein Gesprächsöffner, kein Problem.
„Wir haben schon eine Fernüberwachung.“
„Gut — dann kennen Sie die Daten. Zeigt sie Ihnen auch, wann Sie fahren sollten, nach Börsenpreis? Die meisten Systeme zeigen den Zustand, nicht den Fahrplan.“ Danach auf den kostenlosen Health-Check.
„Was kostet das?“
Nicht ausweichen, aber einordnen: „Der erste Health-Check kostet nichts. Und danach: Sie investieren gerade {Zubau} kW in Motoren — unser Ticket ist ein Bruchteil davon.“ Konkrete Preise nur nennen, wenn du sie sicher weißt.
„Schicken Sie mir was.“
Ja — aber nicht als Abwimmeln stehen lassen. „Mache ich. An welche Adresse? Und darf ich in zwei Wochen kurz nachfassen?“ Die Mail-Entwürfe liegen fertig im Radar, mit seinen Zahlen drin.
„Keine Zeit.“
„Verstehe. Eine Frage noch: Bauen Sie den Zubau selbst aus oder über einen Anlagenbauer?“ — eine Frage, die er beantworten kann, ohne Zeit zu verlieren, und die uns den nächsten Termin öffnet.
Was du nicht sagen darfst
Vier harte Regeln. Eine falsche Zahl kostet das Gespräch — der Betreiber kennt seine Anlage
besser als wir.
- Keine Zahl, die nicht auf dem Dashboard steht. Nicht schätzen, nicht runden, nicht ausschmücken. Alle Zahlen dort sind belegt — deine erfundene ist es nicht, und der Betreiber kennt seine Anlage.
- Nicht behaupten, sein Motor sei alt. Das Baujahr kommt aus dem Register und kann veraltet sein. Frag: „Laut Register ist Ihr jüngster Motor von {Baujahr} — stimmt das noch?“
- Keine Einsparung versprechen. Wir wissen nicht, was bei ihm rauskommt, bevor wir seine Daten gesehen haben. Deshalb heißt es Health-Check, nicht Angebot.
- Nicht „KI“ verkaufen. Den Hebel verkaufen: Fahrplan, Rührwerk-Eigenstrom, Substratkosten, Fristen. KI ist wie er es macht, nicht was er bekommt.
Keine Treffer.